Konzert: Eupen Klassik 06.11.2022

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Eupen Klassik

Sonntag, 6. November 2022 – 17h, Jünglingshaus Eupen (Neustraße 86)

Ludwig van Beethoven, Sonate für Violine und Klavier op. 30, 3

Sergei Rachmaninow, Morceaux de Salon op. 6

César Franck, Sonate für Violine und Klavier CFF 123

Ludwig van Beethoven komponiert seine 8. Violinsonate im Jahre 1802 und widmet sie dem russischen Zaren Alexander der Erste. Beethoven sah in Napoleon die Ideale der französischen Revolution verraten und zerriss wütend die Widmung der Eroica-Symphonie an diesen Machthaber. Nun sah er in den Gegenmächten wie Russland die Erlösung des Übels. Erst über 10 Jahre später, nach dem Wiener Kongress wurde Beethoven für diese Widmung entlohnt.

Die Sonate hat typisch humoristisch, tänzerische Züge. Der erste Satz ist ein energiegeladenes Capriccio. Das Menuett im 2. Satz hat mit seinen gesanglichen Tanzmelodien etwas von einem Ländler. Im 3. Satz ist ein wirbelnder Kontratanz, teilweise wie ein Galopp, mit sehr humorvollem Charakter.

Sergei Rachmaninow komponiert sein Opus 6 im Jahre 1893, mit 20 Jahren. Er ist bereits etabliert als Pianist und Komponist. Sein Abschluss am Petersburger Konservatorium war außerordentlich erfolgreich.

Das erste Stück ist eine Romanze, pathetisch und ausdrucksstark. Das zweite

Stück, ein ungarischer Tanz ist voller Virtuosität und tänzerischem Witz. Dieses Werk hat so gar nichts von seiner ihm später angehefteten Schwermütigkeit.

César Franck komponiert seine Sonate für Violine und Klavier vier Jahre vor seinem Tode im Sommer 1886. Die einzelnen Themen erscheinen in den verschiedenen Sätzen und verbinden das Werk auf zyklische Art und Weise. Es ist die Zeit in der die „Idée fixe“ in den Kompositionen modern ist. Angetrieben von Franz Liszt und Hector Berlioz, kopiert und ausgeweitet von Richard Wagner bedient sich auch César Franck dieses Mittels.

In seiner Sonate entsteht das Bild eines Träumenden, der durch den Raum wandert, aber immer an den Ausgangspunkt zurückkehrt.

Das Werk ist ein Hochzeitsgeschenk an den belgischen Geiger Ysaÿe. Dieser begeistert sich rasch für die Sonate und trägt maßgeblich zu dessen Verbreitung bei.